Licht, Kamera, Action – Tipps und Tricks für bessere Fotos

Herzlich willkommen, Fotofreunde und Landschaftsenthusiasten, zu einem neuen Artikel auf „Hinterlandscapes“! Heute dreht sich alles um die Kunst der Fotografie – egal, ob du gerade erst in die Welt des Fotografierens eintauchst oder bereits einige Schritte auf dem Weg zum Fortgeschrittenen gemacht hast. Heute gebe ich dir zehn praktische Tipps, um deine Fotografie auf das nächste Level zu heben.

Beherrsche deine Kamera: Das ist wohl der einzige Fall, in dem es sich lohnt, nach Herrschaft zu streben. Deine Kamera ist dein Werkzeug, mit dem du die Welt um dich herum einfängst. Du musst sie im Schlaf und noch viel wichtiger, bei völliger Dunkelheit bedienen können. Es mag sich komisch anhören, aber es ist tatsächlich erst einmal völlig egal, womit du fotografierst. Ob Smartphone oder Systemkamera – verbringe Zeit damit, die Funktionen deiner Ausrüstung zu verstehen und lerne, sie einzustellen. Von den grundlegenden Einstellungen bis zu den versteckten Features – das Vertrautsein mit deiner Kamera ist der erste Schritt zu beeindruckenden Bildern.

Setze dich mit deiner Kamera auseinander. Ganz gleich, ob es das Smartphone oder eine Systemkamera ist. Lerne, wie du sie im Schlaf oder bei völliger Dunkelheit bedienen kannst.

• Licht, Licht, Licht: Die Lichtverhältnisse sind entscheidend dafür, ob das Bild eher langweilig oder der Kracher wird. Mach dir die Mühe und schau dir an, wie sich das Licht im Laufe des Tages oder zu unterschiedlichen Wetterkonstellationen verändert. Spiele mit den unterschiedlichen Lichtstimmungen während des Tages, von der sanften Morgenröte bis zum goldenen Sonnenuntergang. Schau, wie sich die Lichtfarbe, aber auch die Schatten im Laufe der Zeit verändern. Zur blauen Stunde wirkt Kunstlicht ungeheuer schön. Du wirst sehen: Ein sanft angeleuchtetes Motiv ist der Schlüssel zu einem beeindruckenden Foto. Meistere also die Belichtung, um das Beste aus jedem Motiv herauszuholen. Verwende Belichtungskorrekturen oder manuelle Einstellungen, um in unterschiedlichen Lichtverhältnissen optimale Ergebnisse zu erzielen. Gerade bei Motiven, die die automatische Belichtungsmessung vor große Herausforderung stellen, ist das wichtig. So würde ich bei viel Schnee im Bild die Belichtung um 0.5 bis 1.5 EV Belichtungsstufen nach oben korrigieren, während du bei Sonnenuntergängen leicht unterbelichten solltest. Beides lässt sich auch mit Smartphones realisieren. Tippe dazu auf dein Hauptmotiv und schieben den dann auftauchenden Belichtungsregler nach oben oder unten.

Darf es etwas heller sein? Schnee wird von der automatischen Belichtung meist grau wahrgenommen. Eine leichte Belichtungskorrektur macht ihn wieder weiß.
Darf es etwas heller sein? Schnee wird von der automatischen Belichtung meist grau wahrgenommen. Eine leichte Belichtungskorrektur macht ihn wieder weiß.

• Die Magie der Farben: Versuche, in deinen Bildern mit der Farbpalette zu spielen. Experimentiere mit Kontrasten und mit unterschiedlichen Farbtemperaturen. Eine gezielte Farbgestaltung verleiht deinen Fotos eine besondere Atmosphäre. Drittelregel und Goldener Schnitt: Wer mit dem Fotografieren beginnt, neigt oft dazu, das Hauptmotiv in der Mitte zu platzieren oder den Horizont genau mittig durchs Bild laufen zu lassen. Das ist meist eher langweilig.

Farben sind etwas Wunderbares.

• Nutze bewährte Gestaltungsregeln wie die Drittelregel und den goldenen Schnitt, um deine Komposition zu optimieren. Sie helfen dir, mit deinem Hauptmotiv raus aus der Mitte zu gehen. Platziere wichtige Elemente stattdessen an den Kreuzungspunkten und lege den Horizont auf die untere oder obere Linie. Praktisch: Bei nahezu jeder Kamera hast du in den Einstellungen die Möglichkeit, die Drittellinien auf dem Anzeigemonitor oder im Sucher anzeigen zu lassen. Auch bei Smartphones ist das möglich.

Nutze die Hilfslinien, um dein Hauptmotiv und den Horizont im Bild zu platzieren. Am spannendsten sind dabei die Schnittpunkte der Geraden. Sklavisch daran halten musst du dich nicht daran. Es ist nur ein Hilfsmittel.

• Suche nach Linien: Du hast ein Hauptmotiv? Dann nutze die kraftvolle Wirkung von Führungslinien, um die Aufmerksamkeit des Betrachters zu lenken und eine visuelle Geschichte zu erzählen. Egal ob Straßen, Zäune oder natürliche Elemente – integriere Linien geschickt in deine Komposition, um Tiefe und Dynamik zu schaffen. Experimentiere mit verschiedenen Blickwinkeln und entdecke, wie Führungslinien nicht nur den Fokus lenken, sondern auch eine zusätzliche Dimension in deine Fotografie bringen können.

Alle Wege führen zum Ziel 😉

• Vordergrund macht Bild gesund: Ein gutes Bild besteht in der Regel aus Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund. Also achte darauf, was vorn in deinem Bild zu sehen ist. Das kann ein Stein, eine Buhne oder ein Holzsteg sein. Manchmal reichen auch ein paar Gräser. Du wirst sehen: Ein gut gewählter Vordergrund verleiht deinem Bild Tiefe und Dynamik.

Ohne das Boot im Vordergrund wäre das Bild langweilig.
Ohne das Boot im Vordergrund wäre das Bild langweilig.

• Achte auf den Horizont: Es mag sich banal anhören. Aber immer wieder stoße ich in sozialen Netzwerken auf Bilder, bei denen der Horizont schief ist. Das ist immer extrem störend und leicht zu beheben. Am besten achtest du schon beim Fotografieren darauf, die Kamera gerade zum Horizont auszurichten. Notfalls lässt sich ein leicht schräges Bild auch in der Bildbearbeitung begradigen.

Ein schiefer Horizont lässt das Meer auslaufen.

• Bewege dich um dein Motiv herum: Noch so ein Klassiker. Man war in Paris, hat Hunderte von Bildern gemacht, dabei aber den Standpunkt kaum verändert. Damit verschenkst du eine Menge Potenzial. Auch wenn du vielleicht gerne ein Bild, das dir gefällt, nachfotografieren möchtest, rate ich dir, dich weiter mit deinem Motiv zu beschäftigen, wenn du es im Kasten hast. Laufe herum, geh in die Knie, suche erhöhte Standpunkte, nutze ungewohnte Blickwinkel, halte Ausschau nach Reflexionen und komme zu unterschiedlichen Tageszeiten zu deinem Motiv. Du wirst sehen, wie viele unterschiedliche Bilder man aus einem Motiv herausholen kann. So entstehen einzigartige Kompositionen, die sich von den gewohnten Bildern abheben.

Ungewohnte Perspektiven machen selbst aus altbekannten Motiven Hingucker.

• Übung macht den Meister und von denen ist noch keiner vom Himmel gefallen: Wir alle haben mal klein angefangen. Habe Geduld mit dir selbst und nimm jede Gelegenheit wahr, um deine Fähigkeiten zu verbessern. Lerne aus deinen „Fehlern“. Überlege bei deinen Bildern, was du besser oder anders machen könntest.

Es ist ziemlich egal, ob du mit dem Smartphone oder einer Systemkamera fotografierst: Übung macht den Meister. Bild: Niccolò Caranti, WikiCon 2016 – Eröffnungsfeier 03, Beschnitt geändert von Matthias Süßen, CC BY-SA 4.0

• Ignoriere alle Regeln: Der wohl wichtigste Grundsatz überhaupt. Setze dich mit den fotografischen Grundregeln auseinander, verstehe sie und setze sie ein. Jetzt bist du in der Lage, sie bewusst zu brechen. Das führt oft zu sehr spannenden und ungewöhnlichen Bildern und macht einfach Spaß. Ein schiefer Horizont kann super aussehen, wenn er den geplant eingesetzt wird. Und auch die Drittelregel ist nur ein Hilfsmittel, das dir bei der Bildkomposition helfen kann. Manchmal kann es spannend sein, den Horizont doch in der Mitte zu platzieren oder ziemlich weit oben oder ganz unten.

Was ist dein bester Fototipp? Ich freue mich, wenn du deine ErfahrungenIn den Kommentaren mit mir teilst.

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